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Buracona - Die leuchtende Meereshöhle

Buracona und das Blaue Auge auf Sal: Warum zwei Stunden über alles entscheiden


Die leuchtende Meereshöhle, das Naturbecken im Lavagestein und das Zeitfenster, ohne das der Besuch sinnlos wird.

Buracona (Sal) – Wer um zehn Uhr kommt, sieht ein dunkles Loch im Fels. Wer um halb zwölf kommt, sieht eines der schönsten Naturschauspiele der Kapverden. Zwischen Enttäuschung und Begeisterung liegen hier nur wenige Sonnengrade.

Das Wichtigste auf einen Blick

Was es ist: eine vulkanische Höhlenformation, ein natürliches Meeresbecken und ein Küstenaussichtspunkt.

Empfohlene Dauer: 45 Minuten bis anderthalb Stunden.

Entfernung von Santa Maria: rund 30 Kilometer nach Norden, etwa 30 bis 35 Minuten Fahrt.

Ideal für: das Lichtspiel des "Blauen Auges", Schwimmen im Naturbecken und Landschaftsfotografie.


Was Sie hier erleben

An der zerklüfteten Nordwestküste trifft der Atlantik auf schwarzes Lavagestein, durchzogen von Höhlen, Blaslöchern und natürlichen Becken. Buracona ist der spektakulärste Abschnitt dieser Küste.

Das Blaue Auge (Olho Azul)

Von einem Aussichtspunkt über den Felsen blicken Sie in eine unterirdische Vulkanhöhle hinab, die mit dem Meer verbunden ist.

Steht die Sonne direkt darüber, fällt Licht durch eine Öffnung im Gestein und erleuchtet das Wasser von innen. Es leuchtet dann in einem intensiven, fast künstlich wirkenden Blau.

Der Effekt hält nur so lange an, wie die Sonne richtig steht. Deshalb entscheidet die Uhrzeit über Ihren Besuch.

Das Naturbecken (Piscina Natural)

Ganz in der Nähe hat die Lava ein Becken geformt, das teilweise vor der offenen Dünung geschützt liegt.

An ruhigen Tagen können Sie darin schwimmen, in klarem Wasser, umgeben von schwarzem Vulkangestein. An rauen Tagen brechen die Wellen direkt über den Rand, dann ist das Becken tabu.

Stege über die schwarze Küste

Holzwege führen über die dunklen Basaltformationen. So erkunden Sie die Küste sicher und sehen zu, wie die schweren Atlantikwellen gegen die Felsen schlagen und durch Spalten im Lavagestein schießen.

Eine dramatische, windzerzauste Landschaft. Nirgends auf Sal spürt man die Kraft des Ozeans deutlicher.

Ausstellung, Laden und Café

Vor Ort gibt es einen kleinen Ausstellungsraum, einen Souvenirladen sowie ein Restaurant und Café direkt am Meer, wo Sie etwas mit Blick auf die Küste trinken können.


Das Zeitfenster: zwischen 11 und 13 Uhr

Buracona ist die eine Sehenswürdigkeit auf Sal, bei der die Uhrzeit wichtiger ist als alles andere.

45 Minuten bis anderthalb Stunden reichen für die Höhle, die Stege und ein kurzes Bad im Naturbecken, wenn die See es zulässt. Rechnen Sie mehr ein, wenn Sie im Café bleiben wollen.

Das Blaue Auge zeigt sich nur, wenn die Sonne hoch genug steht, um direkt in die Höhlenöffnung zu fallen. Außerhalb dieses Fensters wirkt das Wasser dunkel und leblos. Wer zu früh oder zu spät kommt, fragt sich ehrlich, worum es hier eigentlich geht.

Wenn Ihnen das Blaue Auge wichtig ist, planen Sie den ganzen Tag darum herum. Und rechnen Sie mit einer kurzen Schlange am Aussichtspunkt, denn jede Tour zielt auf dieselben zwei Stunden.


So kommen Sie hin

Buracona liegt jenseits des asphaltierten Straßennetzes. Das bestimmt, wie die meisten Besucher anreisen.

Im Rahmen der Inselrundfahrt

Buracona ist der übliche Mittagsstopp der organisierten Touren im offenen Geländewagen, der Quad- und Buggy-Safaris und der Kleinbusausflüge.

Die Veranstalter planen ihre Route bewusst um das Lichtfenster herum. Damit ist die geführte Tour der einfachste und verlässlichste Weg, das Blaue Auge in voller Pracht zu sehen.

Mit dem eigenen Geländewagen oder Buggy

Selbstfahrer nehmen die Strecke nach Norden an Palmeira vorbei und fahren dann über unbefestigte Wüstenpisten durch felsiges Gelände weiter.

Ein Allradfahrzeug oder Buggy ist dafür zwingend nötig. Normale Wagen riskieren Reifenschäden und bleiben im Sand stecken, und die Mietwagenversicherung schließt Schäden abseits der Straße üblicherweise aus. Laden Sie vorher Offline-Karten herunter, Schilder gibt es kaum.

Mit privat gechartertem Taxi

In Santa Maria oder Espargos können Sie mit einem Fahrer eine Hin- und Rückfahrt samt Wartezeit aushandeln.

Klären Sie vor der Abfahrt drei Punkte: den Preis, die Wartezeit und ob das Fahrzeug die Piste nach Buracona überhaupt schafft.


Sicherheit: Hier gelten die Regeln aus gutem Grund

Buracona ist wunderschön und an manchen Stellen wirklich gefährlich. Die Vorschriften existieren, weil Menschen sich verletzt haben, die sie ignoriert haben.

Niemals in die Höhle springen. Schwimmen, Springen oder Tauchen im Olho Azul selbst ist streng verboten und lebensgefährlich. Die Höhle ist über tiefe Unterwassergänge mit dem offenen Meer verbunden. Dort herrschen kräftige Strömungen und schwallartige Wasserbewegungen. Ein Einstieg kann tödlich enden. Bewundern Sie die Höhle ausschließlich vom Aussichtspunkt aus.

Das Naturbecken nur bei ruhiger See. Baden ist im Lavabecken nur erlaubt, wenn das Meer ruhig liegt. Bei Dünung schwappen die Wellen mit solcher Wucht über die scharfen Ränder, dass Schwimmer verletzt werden können.

Rettungsschwimmer gibt es keine. Fragen Sie das Personal vor Ort oder Ihren Guide nach den Bedingungen. Und bleiben Sie draußen, sobald Wellen das Becken erreichen.

Feste Schuhe sind Pflicht. Der Basalt ist scharfkantig und uneben, in der Sonne wird er sehr heiß, und in Wassernähe ist er rutschig. Feste Schuhe oder Badeschuhe gehören dazu.


Häufige Fragen

Was kostet der Eintritt?

Der Eintritt kostet 3 Euro pro Person, zu zahlen in bar vor Ort. Die meisten organisierten Touren enthalten die Eintritte nicht, bringen Sie also kleine Euro- oder Escudo-Scheine mit.

Was ist, wenn es bewölkt ist?

Das Blaue Auge hängt vollständig von direktem Sonnenlicht ab. An bewölkten oder stark diesigen Tagen bleibt der Effekt schwach oder aus, selbst mitten im Zeitfenster.

Das gilt auch bei Saharastaub durch den Harmattan zwischen Dezember und Februar, wenn der Himmel milchig wirkt. Küste, Stege und Naturbecken lohnen sich bei jedem Wetter. Wenn Sie aber allein wegen der Höhle fahren, schauen Sie vorher in den Himmel.

Gibt es Umkleiden und Toiletten?

Vor Ort gibt es ein Besucherzentrum, einen Souvenirladen sowie Restaurant und Café, Toiletten sind vorhanden.

Umkleidemöglichkeiten sind einfach gehalten. Am praktischsten ist es, die Badesachen unter der Kleidung zu tragen und Handtuch sowie Wechselkleidung mitzubringen.

Ist der Ort barrierearm?

Nur teilweise. Die Holzstege erschließen einen Teil der Küste. Das Gelände besteht aber aus unebenem Vulkangestein, und zum Aussichtspunkt sowie zum Naturbecken führen raue, stellenweise rutschige Wege.

Besucher mit eingeschränkter Mobilität können Café, Aussicht und Teile der Stege durchaus genießen. Die Anfahrt selbst ist allerdings holprig. Ein privates Fahrzeug ist dabei deutlich bequemer als ein offener Geländewagen.

Drei Euro Eintritt, zwei Stunden Zeitfenster: Kaum ein Ausflug auf Sal belohnt gutes Timing so unmittelbar wie dieser.

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Wie sich Buracona in einen kompletten Ausflugstag einfügt, zeigt unser Guide zur klassischen Inselrundfahrt. Für ein Fischessen danach lohnt unsere Seite zum Fischerhafen Palmeira. Und wer im Vulkankrater schweben möchte, findet alles dazu auf unserer Seite zu Pedra de Lume.