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Wann weht der Passat auf den Kapverden?

Wind auf den Kapverden: Der Passat, die Saison und die besten Spots für Kiter

Durchschnittliche Windgeschwindigkeit in Cabo Verde- Liniendiagramm mit Geschwindigkeitsverläufen in km/h für Mindelo, Praia und Santa Maria über Monate.
Durchschnittliche Windgeschwindigkeit in Cabo Verde © WeatherSpark.com

Warum hier im Winter verlässlich 20 Knoten stehen, welche Inseln am meisten Wind abbekommen und was der Calima damit zu tun hat.

Santa Maria (Sal) – Kiter reisen nicht wegen der Strände auf die Kapverden. Sie reisen wegen einer Luftströmung, die seit Jahrtausenden dieselbe Richtung hält. Der Nordost-Passat trifft hier auf flache Inseln ohne Berge, die ihn brechen könnten. Was ankommt, ist sauber, konstant und kräftig.

Von November bis März ist das die Grundlage eines der verlässlichsten Reviere im Atlantik.

Das Wichtigste auf einen Blick

Stärkste Saison: November oder Dezember bis Februar oder März, mit den konstantesten und kräftigsten Passatwinden.

Durchschnitt in den Spitzenmonaten: 33 bis 35 Kilometer pro Stunde, also rund Windstärke 5 auf der Beaufort-Skala.

Windigste Inseln: die Barlavento-Gruppe im Norden, allen voran Sal und Boa Vista.

Typische Bedingungen für Kiter: stetige 15 bis 25 Knoten.


Der Passat: das Grundprinzip

Das Klima der Kapverden wird von den Nordost-Passatwinden bestimmt. Sie sorgen für die Trockenheit des Archipels und für die milden Temperaturen, die selbst im Hochsommer erträglich bleiben.

Für Wassersportler ist der entscheidende Punkt die Konstanz. Passatwinde sind keine Wetterlaune, sondern ein planetares System. Sie wehen zuverlässig, Tag für Tag, mit erstaunlich geringen Schwankungen.

Dazu kommt die Topografie. Sal und Boa Vista sind flach. Es gibt keine Berge, die den Wind ablenken, abschwächen oder verwirbeln. Er kommt so an den Spots an, wie er über dem Ozean unterwegs war.

Genau diese Kombination macht den Unterschied zu vielen anderen Revieren.


Die Windsaison im Jahresverlauf


November bis März: die starke Zeit

In diesen Monaten blasen die Passatwinde am konstantesten und am kräftigsten. Wer die Kapverden zum Kiten besucht, plant seine Reise in dieses Fenster.

In den windreichsten Monaten, also vor allem Januar und Februar, liegt die durchschnittliche Windgeschwindigkeit bei 33 bis 35 Kilometern pro Stunde. Das entspricht etwa 20,5 bis 21,7 Meilen pro Stunde und damit Windstärke 5 auf der Beaufort-Skala, einer frischen Brise.

Zur Monatsmitte im Januar werden im Schnitt Spitzenwerte zwischen 31 und 36 Kilometern pro Stunde erreicht.

Für Kiter bedeutet das in Knoten gerechnet: meist stetige 15 bis 25 Knoten, an guten Tagen mehr.

August bis Oktober: die ruhige Zeit

Im Spätsommer schwächen sich die Passatwinde spürbar ab.

Ganz verschwinden sie nicht. Als stetige Küstenbrise sorgen sie weiterhin für Linderung, was bei der höheren Luftfeuchtigkeit dieser Monate durchaus willkommen ist.

Zum Kiten reicht das allerdings nur eingeschränkt. Windlose Tage häufen sich, und wer in dieser Zeit aufs Wasser will, braucht große Schirme, ein Foilboard oder Wingfoil-Material. Eine Kitereise in den September ist eine Wette.


Welche Inseln bekommen den Wind ab?

Der Passat kommt aus Nordost. Deshalb trifft er vor allem die nördlichen und östlichen Inseln, also die Barlavento-Gruppe.

Besonders deutlich spüren ihn Sal, Boa Vista, São Vicente, Santo Antão und São Nicolau.

Für den Wassersport relevant sind davon in erster Linie Sal und Boa Vista. Beide sind flach, beide haben lange Strände, und beide liegen dem Wind frei ausgesetzt.

Die Sotavento-Inseln im Süden liegen windgeschützter. Wer dorthin reist, tut das wegen der Berge, der Geschichte oder des Vulkans, nicht wegen des Kitens.


Die bekannten Spots

Auf Sal

Kite Beach, auch Praia da Fragata, liegt an der Ostküste und ist der Treffpunkt der Szene. Der Wind weht hier seitlich auflandig, drückt also zum Strand zurück. Das macht den Spot zum gutmütigsten der Insel.

Santa Maria in der Bucht im Süden bietet flaches Wasser für Freestyle und Foilen. Hier weht der Wind allerdings seitlich ablandig bis ablandig, weshalb die Bootsabsicherung Pflicht ist.

Ponta Preta an der Westküste ist der legendäre Wellenspot, international bekannt für schnelle, hohle Wellen am Pointbreak. Felsiger Einstieg, harte Brandung, kräftige Dünung: ausschließlich für Könner.

Auf Boa Vista

Rund um Sal Rei und an der Praia de Santa Mónica finden Kiter weite, offene Startflächen und deutlich weniger Betrieb auf dem Wasser.

Der Preis dafür ist die Infrastruktur. Es gibt weniger organisierte Kitecenter als auf Sal, und sie konzentrieren sich auf wenige Spots. Boa Vista passt deshalb besser zu unabhängigen Fahrern mit eigenem Material als zu Einsteigern, die eine Schule suchen.


Calima: wenn die Sahara mitfliegt

Der Wind bringt nicht nur Luft. Er bringt manchmal auch die Wüste mit.

Wenn die östlichen Passatwinde zwischen dem späten Frühjahr und dem frühen Herbst auffrischen, tragen sie feinen Sand und Staub direkt aus der Sahara über den Atlantik bis zu den Kapverden. Dieses Phänomen heißt Calima.

Ein Calima-Ereignis dauert wenige Tage bis zu einer Woche. Der Himmel wird trüb und dunstig, die Sichtweite sinkt deutlich, und die Sonne wirkt gedämpft.

Zwei praktische Folgen für Wassersportler: Erstens täuscht der milchige Himmel über die UV-Strahlung hinweg, die unvermindert hoch bleibt. Sonnencreme ist an Calima-Tagen genauso wichtig wie sonst. Zweitens reizt der feine Staub Augen und Atemwege. Eine eng anliegende Sonnenbrille und Augentropfen sind sinnvoll, ein Schlauchtuch ebenfalls.

Aufs Wasser können Sie trotzdem. Der Wind bleibt, nur die Aussicht leidet.


Häufige Fragen

Wann sollte ich für eine Kitereise buchen?

Zwischen Dezember und März. Diese Monate bieten die höchste Windwahrscheinlichkeit. Januar und Februar gelten als die verlässlichsten.

Wer Anfängerkurse plant, sollte bedenken, dass es an den Spots von Januar bis März voll wird. Der November und das frühe Dezember sind dann oft die angenehmere Wahl: etwas weniger Wind, deutlich mehr Platz.

Reicht der Wind auch im Sommer?

Für Kiter meistens nicht. Von August bis Oktober lässt der Passat nach, und windlose Tage häufen sich. Mit Foil oder Wing lassen sich Sessions finden, verlassen sollte man sich darauf aber nicht.

Sal oder Boa Vista für Kiter?

Sal, wenn Sie Kurse, Materialverleih und Rettungsdienst brauchen. Boa Vista, wenn Sie eigenes Material dabeihaben und Platz auf dem Wasser wichtiger ist als Infrastruktur.

Brauche ich einen Neoprenanzug?

In der Windsaison ja, zumindest einen dünnen. Das Wasser liegt dann bei 22 bis 24 Grad, und der ständige Wind kühlt bei langen Sessions schnell aus. Ein Shorty mit zwei Millimetern reicht aus.

Sechs Flugstunden, verlässliche 20 Knoten und kein Berg, der stört: Deshalb steht auf den Kapverden im europäischen Winter halb Europa auf dem Wasser.


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Open Graph Title: 20 Knoten, sechs Flugstunden: Wind auf den Kapverden

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Drei Anmerkungen:

Zum Slug. In unserer Struktur hieß die Aktivitätenseite kapverden-kitesurfen. Da diese Seite Wind und Kitesurfen verbindet, passt kapverden-wind-kitesurfen besser und fängt beide Suchwege ab. Falls Sie später noch eine reine Spot-Übersicht bauen, wäre das die Gelegenheit für kapverden-kitesurfen.

Die Fußnoten habe ich entfernt. In Ihrer Vorlage stehen Quellenverweise in eckigen Klammern. Die gehören nicht in den veröffentlichten Text. Falls Sie Quellen angeben möchten, wäre eine kurze Liste am Seitenende der übliche Weg.

Eine Überschneidung, die Sie im Blick behalten sollten. Diese Seite und Ihre Sal-Kitesurfseite kapverden-sal-kitesurfen behandeln teils dieselben Spots. Damit sie nicht konkurrieren, sollte diese hier der Überblick über alle Inseln bleiben und im Sal-Abschnitt nur anreißen und verlinken. Die Detailtiefe zu Kite Beach, Ponta Preta und den Schulen gehört auf die Sal-Seite.