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Pedra de Lume auf Sal: Salzsee im Vulkankrater 

Pedra de Lume auf Sal: Schweben im Salzkrater eines erloschenen Vulkans


Was der Besuch kostet, wann Sie kommen sollten und die eine Regel, an der jeder Urlauber scheitert, der sie ignoriert.

Pedra de Lume (Sal) – Ein kurzer Tunnel führt durch die Wand eines erloschenen Vulkans. Dahinter liegt eine der surrealsten Landschaften der Kapverden: schimmernde Salzbecken in einem Krater, rosa, weiß und blau vor braunem Gestein. Jahrhundertelang war dieses Salz der einzige Grund, warum überhaupt jemand auf Sal lebte. Heute ist es die meistbesuchte Sehenswürdigkeit der Insel.

Das Wichtigste auf einen Blick

Funktion: historische Salinen in einem eingesunkenen Vulkankrater.

Empfohlene Dauer: ein bis zwei Stunden fürs Schweben und Erkunden.

Entfernung von Santa Maria: rund 25 Kilometer nach Norden, etwa 25 bis 30 Minuten Fahrt.

Ideal für: das Treiben im extrem salzigen Wasser, Industriefotografie und Landschaftsblicke.


Was Sie hier erwartet

An der Ostküste sickert Meerwasser durch das Gestein in den Krater und verdunstet unter der Wüstensonne. Zurück bleibt das Salz, das die Becken formt.

Schweben ohne Anstrengung

Das Wasser in den Becken ist hypersalin, sein Salzgehalt liegt um ein Vielfaches über dem des normalen Meerwassers. Das Ergebnis ist ein außergewöhnlicher Auftrieb.

Sie legen sich einfach zurück und treiben, ohne jede Anstrengung, ganz ähnlich wie im Toten Meer. Ein merkwürdiges und zugleich entspannendes Gefühl, an das sich die meisten Besucher noch lange erinnern.

Rund um die Becken findet sich außerdem mineralhaltiger Schlamm. Viele tragen ihn auf die Haut auf und spülen ihn danach ab. Ob man an die Wirkung glaubt oder nicht: Für Fotos taugt er allemal.

Die Spuren des Salzabbaus

Nahe dem Krater stehen noch die Reste der alten hölzernen Seilbahn, des teleférico. Sie beförderte das Salz einst aus dem Krater über den Rand und hinunter zum Hafen, wo es auf Schiffe verladen wurde. Die verwitterten Konstruktionen erinnern eindrucksvoll an die industrielle Vergangenheit der Insel.

Auch der Weg durch die Ruinen der Salzverarbeitung und durch den Tunnel gehört dazu. Sie folgen dabei genau der Strecke, die früher die Salzarbeiter nahmen. Der Tunnel rahmt den ersten Blick auf die Becken, wenn Sie in den Krater treten.

Der Blick vom Kraterrand

Vom Rand aus fotografieren Sie die leuchtend rosa, weißen und blauen Becken von oben. Der Kontrast zwischen den farbigen Wasserflächen, den weißen Salzkrusten und den braunen Vulkanwänden macht diesen Ort zu einem der fotogensten der Insel.

Café und Salzladen

Nach dem Bad lässt sich am Café beim Eingang gut ein kaltes Getränk trinken. Der Laden verkauft Badesalz, Körperpeelings und andere Salzprodukte aus Pedra de Lume. Es gehört zu den authentischsten Mitbringseln, die Sie von Sal mitnehmen können.


Wann Sie kommen sollten

Lange dauert der Besuch nicht. Die Tageszeit entscheidet aber darüber, wie angenehm er wird.

Ein bis zwei Stunden genügen für den Weg durch den Tunnel, 20 bis 30 Minuten im Wasser, das Abduschen und die Aussichtspunkte. Rechnen Sie etwas mehr ein, wenn Sie im Café sitzen oder Salzprodukte aussuchen möchten.

Vormittags zwischen 9.30 und 11.30 Uhr ist es am angenehmsten. Die Sonne steht noch nicht so hoch, und die großen Tourgruppen sind noch nicht da. Das zählt umso mehr, weil es im Krater kaum Schatten gibt.

Am späten Nachmittag zwischen 15.30 und 17 Uhr wird das Licht weicher. Für Fotos über die Salzflächen ist das die beste Zeit. Prüfen Sie vorher die Schließzeit, damit Ihnen für Bad und Dusche genug Zeit bleibt.


So kommen Sie hin

Pedra de Lume liegt östlich von Espargos, abseits der Hauptstraße.

Mit dem Aluguer

Bis Espargos kostet ein Platz etwa 100 bis 150 CVE, also 1 bis 1,50 Euro. Dort steigen Sie in einen Anschlussbus Richtung Pedra de Lume um.

Diese Verbindung fährt allerdings deutlich seltener als die Hauptstrecke zwischen Santa Maria und Espargos. Wenn gerade kein Bus geht, ist ein kurzes Taxi ab Espargos die einfachste Lösung.

Mit dem Taxi

Von Santa Maria kostet die einfache Fahrt pauschal etwa 20 bis 25 Euro.

Besser ist oft, eine Hin- und Rückfahrt mit Wartezeit auszuhandeln. Dann müssen Sie sich vor Ort kein Taxi suchen. Klären Sie Preis und Wartezeit vor der Abfahrt.

Im Rahmen der Inselrundfahrt

Auf den organisierten Geländewagentouren und Quad-Ausflügen ist Pedra de Lume die erste oder zweite Station. Der Transport ist dann enthalten, der Eintritt in der Regel nicht.


Die wichtigste Regel: sofort abspülen

Das Treiben im Salzwasser ist sicher und einfach. Der extreme Salzgehalt verlangt aber ein paar Vorsichtsmaßnahmen.

Augen und offene Stellen. Gerät das Wasser in die Augen oder in Schnitte und Schürfwunden, brennt es heftig. Rasieren Sie sich am Tag des Besuchs nicht, vermeiden Sie Spritzer und tauchen Sie den Kopf niemals unter. Falls doch Wasser ins Auge gerät: nicht reiben, sondern sofort mit Süßwasser ausspülen.

Duschen, und zwar gleich. Spülen Sie sich direkt nach dem Bad gründlich mit Süßwasser ab. Nutzen Sie dafür die mitgebrachten Flaschen oder die Dusche vor Ort für 1 Euro.

Wer das verschiebt, zahlt dafür. In Sonne und Wind trocknet das Salz binnen Minuten, kristallisiert auf der Haut und verursacht schmerzhaftes Jucken und Reizungen.


Häufige Fragen

Was kostet der Eintritt?

Der Eintritt kostet 6 Euro pro Person, die Süßwasserdusche zusätzlich 1 Euro. Bezahlt wird bar, bringen Sie also kleine Euro- oder Escudo-Scheine mit. Bei den meisten organisierten Inseltouren ist der Eintritt nicht im Preis enthalten.

Brauche ich Badeschuhe oder Flip-Flops?

Ja, beides hilft. Ränder und Boden der Becken sind mit harten Salzkristallen überzogen, die unter den Füßen scharfkantig sein können. Außerdem wird der Boden rund um die Becken in der Sonne sehr heiß.

Badeschuhe sind die bessere Wahl, weil Sie sie beim Ein- und Aussteigen anbehalten können.

Können Kinder und Schwangere im Salzwasser treiben?

Kinder können in der Regel mitmachen, unter enger Aufsicht. Sie müssen aber besonders aufpassen, nicht zu spritzen und kein Wasser in die Augen zu bekommen, denn das tut sehr weh. Bei sehr kleinen Kindern ist es oft sinnvoller, nur die Füße ins Wasser zu halten.

Schwangere sprechen vor der Reise und vor dem Bad am besten mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt. Achten Sie zusätzlich auf Hitze, ausreichendes Trinken und die rutschigen Flächen.

Ist das Salzwasser bei empfindlicher Haut oder Neurodermitis geeignet?

Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus. Manche Menschen mit Hauterkrankungen empfinden das mineralreiche Wasser als wohltuend, andere spüren Brennen und Reizungen, vor allem auf offenen oder entzündeten Stellen.

Bei Neurodermitis oder sehr empfindlicher Haut sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt. Testen Sie das Wasser zuerst an einer kleinen Stelle, bleiben Sie nur kurz darin und spülen Sie sich danach gründlich mit Süßwasser ab.

Sechs Euro Eintritt, einen Euro für die Dusche und zwanzig Minuten Schwerelosigkeit: Kaum ein Erlebnis auf Sal bleibt so lange im Gedächtnis wie dieses.

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