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Kapverden Sal: Preise, Kosten und Spartipps 

Was kostet Sal? Preise, Geld und Budget für Ihren Kapverden-Urlaub


Echte Preise für Essen, Taxis, Ausflüge und Supermarkt, dazu alles über Euro, Escudo, Karten und Geldautomaten.

Santa Maria (Sal) – Der Espresso kostet einen Euro, die Sonnencreme zwanzig. Auf Sal liegen Schnäppchen und Preisschock oft nur ein Regal auseinander. Wer die Preise kennt, plant entspannter und spart dabei spürbar.


Das Wichtigste auf einen Blick

Währung: Offizielles Zahlungsmittel ist der Kap-Verde-Escudo (CVE).

Wechselkurs: Der offizielle Bankkurs ist fest und liegt bei 1 Euro = 110,265 CVE. Im Alltag wird bar aber meist mit 1 Euro = 100 CVE gerechnet. Das Wechselgeld gibt es fast immer in Escudos.

Kartenzahlung: Große Hotels, Resorts und die bekannten Touristenrestaurants nehmen Karten. Taxis, einfache Lokale (Tascas), Straßenhändler und Minimärkte wollen Bargeld.

Tagesbudget: Wer einheimisch isst und mit Sammeltaxis fährt, kommt mit 40 bis 70 Euro pro Person und Tag aus. Mit Resort-Restaurants und vielen Ausflügen sollten Sie 120 Euro und mehr einplanen.


Euro oder Escudo: So funktioniert das Geld auf Sal

Der Escudo ist fest an den Euro gekoppelt. Deshalb schwankt der Kurs nicht. Der offizielle Wert liegt bei 110,265 CVE pro Euro. Händler und Taxifahrer rechnen im Alltag aber einfach mit 100 CVE.

Euro werden fast überall akzeptiert, in Resorts, Restaurants, Taxis und Läden. Zahlen Sie in kleinen Geschäften mit Euro, bekommen Sie das Wechselgeld in Escudos zurück. Das ist normal und kein Trick.

Was Kleinigkeiten kosten

Ein Espresso mit Gebäck kostet in der Bäckerei (Pastelaria) 1 bis 1,50 Euro, also 100 bis 150 CVE. Bezahlt wird bar.

Ein lokales Bier der Marken Strela oder Criola (0,33 l) gibt es in Bars und Strandlokalen für 1,50 bis 3 Euro.

Flaschenwasser kostet im Minimarkt je nach Größe (1,5 bis 5 Liter) zwischen 1 und 2 Euro.

Ein Teller Cachupa, der kapverdische Eintopf aus Mais und Bohnen, kostet in einer traditionellen Tasca 4 bis 5 Euro. Auch hier gilt: nur bar.

Frisch gegrillter Thunfisch oder Zackenbarsch schlägt im Touristenlokal mit 10 bis 18 Euro pro Person zu Buche. Hier können Sie meist auch mit Karte zahlen.


Bar oder Karte? Wo was funktioniert

In Resorts und großen Hotels sind Kreditkarten (Visa, Mastercard) und Euro gleichermaßen willkommen. Beim Check-in und für Hotelleistungen ist das die bequemste Lösung.

Die meisten Restaurants in Santa Maria der mittleren und gehobenen Klasse akzeptieren Karten. Manche verlangen aber einen Mindestbetrag. Und nicht selten streikt das Kartenterminal, weil das Netz schwächelt. Etwas Bargeld als Reserve schadet also nie.

Bäckereien und Tascas nehmen ausschließlich Bargeld, in Euro oder Escudo.

Taxis und Sammeltaxis ebenfalls. Kleine Euro-Scheine oder passende Escudos ersparen Ihnen Diskussionen ums Wechselgeld.

Souvenirmärkte und Straßenhändler handeln nur bar. Auch das Feilschen läuft in Euro oder Escudo.

Geldautomaten: Das sollten Sie wissen

Geldautomaten des Vinti4-Netzes finden Sie vor allem im Zentrum von Santa Maria, in großen Hotellobbys, in Espargos und in Palmeira.

Jede Abhebung kostet eine Automatengebühr von meist rund 3 Euro (300 CVE). Dazu kommen die Auslandsgebühren Ihrer Hausbank.

Visa funktioniert an allen Automaten und Terminals der Insel. Mit Mastercard kann es an lokalen Bankautomaten gelegentlich Probleme geben. Prüfen Sie vor der Reise, ob Ihre Karte für Zahlungen im Ausland freigeschaltet ist.

Unser Tipp: Bringen Sie Euro-Bargeld von zu Hause mit. Damit zahlen Sie direkt oder tauschen vor Ort. So sparen Sie sich wiederholte Automatengebühren und ungünstige Umrechnungskurse.


Essen gehen: Von der Tasca bis zum Hummer

Der größte Preisunterschied auf Sal liegt beim Essen. Die gleiche Mahlzeit kann in der Tasca ein Drittel dessen kosten, was das Resort-Restaurant verlangt.

Frühstück

In Bäckereien und Tascas zahlen Sie 2 bis 4 Euro für Espresso, frisches Gebäck oder ein einfaches Omelett.

Im Touristencafé an der Fußgängerzone von Santa Maria kosten Frühstücksteller, Pancakes oder Kaffeespezialitäten 5 bis 8 Euro.

Wer nicht im Hotel wohnt und trotzdem am Frühstücksbuffet teilnehmen will, legt 12 bis 20 Euro pro Person hin.

Mittagessen (Hauptgericht und Getränk)

In der Tasca bekommen Sie für 5 bis 8 Euro eine große Portion Cachupa, Fischeintopf oder das Tagesgericht (Prato do Dia) mit Softdrink oder Wasser.

Im Touristenlokal kosten Thunfischsteak, Pasta, Burger oder Pizza aus dem Holzofen mit einem Strela-Bier 10 bis 16 Euro.

Im Strandrestaurant eines Resorts oder im gehobenen Lokal zahlen Sie für Meeresfrüchtesalat oder internationale Hauptgerichte 20 bis 35 Euro.

Abendessen (zwei Gänge mit Getränken)

In der Tasca kosten Suppe oder gegrillte Napfschnecken, dazu Fisch des Tages und ein Glas Hauswein oder Bier, zwischen 8 und 14 Euro.

Im Touristenrestaurant sind für Meeresfrüchteplatte, gegrillten Oktopus oder ein Steak mit Wein oder Cocktails 18 bis 30 Euro fällig.

In der gehobenen Gastronomie beginnt der Abend bei 40 Euro und kann 70 Euro deutlich übersteigen. Dafür gibt es Degustationsmenüs, importierte Weine oder frische Langusten.

Cocktails und Drinks

In der Nachbarschaftsbar kosten Caipirinha, Grogue (der kapverdische Zuckerrohrschnaps) oder ein lokales Bier 3,50 bis 5 Euro.

In Bars mit Live-Musik an Promenade und Fußgängerzone zahlen Sie für Signature-Cocktails 6 bis 9 Euro.

In Resort-Lounges und Beach Clubs werden für importierte Spirituosen und aufwendige Drinks 10 bis 15 Euro verlangt.


Unterwegs auf der Insel: Was Mobilität kostet

Taxis

Taxis auf Sal fahren ohne Taxameter. Vereinbaren Sie den Preis deshalb immer, bevor Sie einsteigen.

Kurze Fahrten innerhalb von Santa Maria oder zwischen benachbarten Resorts kosten 3 bis 5 Euro.

Die Strecke zwischen Santa Maria und dem Flughafen kostet tagsüber 15 bis 20 Euro. Nachts, meist ab 22 Uhr, steigt der Preis auf 20 bis 25 Euro.

Für eine Fahrt von Santa Maria nach Espargos oder Palmeira zahlen Sie 15 bis 20 Euro pro Strecke.

Sammeltaxis (Alugueres)

Günstiger geht es nicht. Die weißen Kleinbusse fahren tagsüber ständig über die asphaltierte Hauptstraße der Insel. Sie halten auf Handzeichen und starten, sobald sie voll sind.

Zwischen Santa Maria und Espargos kostet ein Platz 100 bis 150 CVE, also etwa 1 bis 1,50 Euro. Von Espargos nach Palmeira zahlen Sie rund 1 Euro.

Mietwagen, Roller und Quads

Ein einfacher Mietwagen ohne Allradantrieb kostet 40 bis 60 Euro am Tag, ohne Benzin und Kaution.

Ein Geländewagen kostet 70 bis 100 Euro am Tag. Wer über die Sandpisten nach Buracona oder zur Shark Bay will, sollte ihn unbedingt wählen.

Roller und Mopeds gibt es für 25 bis 40 Euro am Tag. Für die Straßen im Ort sind sie ideal, im tiefen Wüstensand aber ungeeignet.

Quads und Buggys kosten 60 bis 110 Euro, egal ob Sie selbst fahren oder eine geführte Wüstentour buchen.


Ausflüge und Aktivitäten: Mit diesen Preisen können Sie rechnen

Die klassische Inselrundfahrt

Eine organisierte Tagestour im Geländewagen oder Kleinbus kostet 20 bis 30 Euro pro Person. Sie führt zu den bekanntesten Stationen der Insel: Pedra de Lume, Shark Bay, Buracona, Terra Boa und Palmeira.

Achtung: Die Eintrittsgelder sind meist nicht im Tourpreis enthalten. Sie zahlen sie bar an jeder Station. Der Salzkrater von Pedra de Lume kostet 6 Euro Eintritt, dazu 1 Euro für die Süßwasserdusche nach dem Bad. Buracona mit dem "Blauen Auge" (Olho Azul) kostet 3 Euro. Die Shark Bay ist kostenlos, die vorgeschriebenen Badeschuhe oder Crocs kosten aber 2 bis 3 Euro Leihgebühr.

Auf dem Wasser

Ein halbtägiger Katamaranausflug kostet 40 bis 60 Euro pro Person, inklusive Getränken, Snacks und Schnorchelstopps.

Ein Schnuppertauchgang für Anfänger kostet 115 Euro, mit Einweisung im Pool und einem Tauchgang im Meer. Fotos und Videos gibt es für etwa 30 Euro extra.

Eine einzelne Kitesurf-Stunde kostet 50 bis 80 Euro. Mehrtägige Anfängerkurse mit Zertifikat liegen bei 250 bis 400 Euro. Am Kite Beach fallen zusätzlich 10 bis 15 Euro am Tag für Materiallagerung und Rettungsdienst an.

Wüste und Natur

Eine geführte Quad- oder Buggy-Safari durch die Dünen kostet 60 bis 110 Euro pro Fahrzeug, je nach Dauer von zwei bis vier Stunden.

Eine nächtliche Tour zu nistenden Meeresschildkröten kostet 25 bis 35 Euro pro Person. Sie ist von Juli bis Oktober möglich und unterstützt den Schutz der Unechten Karettschildkröte.

Eine Fahrt mit der Seilrutsche (Tirolesa) kostet 9 bis 25 Euro.


Preisschock im Supermarkt

Sal ist eine trockene Vulkaninsel mit wenig Süßwasser und kaum Ackerland. Fast alles muss per Schiff oder Flugzeug kommen: Obst, Milchprodukte, Drogerieartikel, Fertigwaren. Fracht, Hafengebühren und Einfuhrzölle machen den Einkauf deutlich teurer als in Deutschland.

Frische Milch kostet 2 bis 2,80 Euro pro Liter. H-Milch ist mit etwa 1,50 Euro günstiger.

Sonnencreme (200 ml) kostet 18 bis 25 Euro. Kaufen Sie sie unbedingt zu Hause und packen Sie genug ein.

Importierter Käse und Aufschnitt kosten 4 bis 7 Euro pro Packung.

Ein Sechserpack Wasser (1,5 Liter) kostet in Santa Marias Minimärkten 4 bis 6 Euro.

Äpfel oder Bananen kosten 3,50 bis 5 Euro pro Kilo, je nachdem, wann das letzte Schiff angelegt hat.


Unsere fünf Spartipps für Sal

Nehmen Sie Euro-Bargeld von zu Hause mit. Das spart Automatengebühren und schlechte Umrechnungskurse.

Essen Sie mindestens einmal am Tag in einer Tasca. Cachupa für 5 Euro schmeckt oft besser als das Buffet.

Fahren Sie tagsüber mit den Sammeltaxis. Für gut einen Euro kommen Sie quer über die Insel.

Packen Sie Sonnencreme und Kosmetik ein. Auf Sal zahlen Sie dafür ein Vielfaches.

Halten Sie Kleingeld für die Eintritte bereit. Pedra de Lume, Buracona und die Schuhmiete an der Shark Bay kosten zusammen gut 12 Euro pro Person.

Wer so plant, erlebt Sal nicht als teures Pflaster, sondern als Insel, die für jedes Budget etwas bereithält.